Von Sonntag bis Dienstag haben Svenja und ich zwei andere
Freiwillige in ihrer Einsatzstelle in Misyani (ca. 80 km von Nairobi entfernt)
besucht. Die beiden arbeiten dort im Small Home, eine Einrichtung, in der Schülerinnen
und Schüler der St. Francis Misyani Primary School wohnen, die eine körperliche
Behinderung haben. Aufgrund der Einschränkungen, die diese Kinder haben, wäre
es sehr schwierig für sie, einen längeren Schulweg auf sich zu nehmen, weshalb
sich das Small Home direkt auf dem Schulgelände befindet
Während unserer ca. einstündigen Matatufahrt bemerkten wir
bereits, wie sich die Luft verbesserte, je weiter wir uns von Nairobi
entfernten. Die Umgebung wurde immer grüner und weitläufiger - Eindrücke, die
wir sehr genossen. Angekommen in Tala wurden wir von Jonas und Lena abgeholt
und schlenderten erstmal ein bisschen über den Stoffmarkt und aßen etwas.
Anschließend fuhren wir mit dem Pikipiki (siehe Foto unten) nach Misyani in das
Small Home, in dem wir freundlich von seinen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie von „Mum“, der Leiterin
der Einrichtung, begrüßt wurden. Nach einer kurzen Ruhepause sind wir dann spazieren gegangen, was man auch quasi schon Wandern nennen könnte. Ich war
total begeistert von der Ruhe, der sauberen Luft und der grünen und
wunderschönen Landschaft. Anstelle der bisher aus der Großstadt bekannten
Geräusche von hupenden Autos, „Beba Beba!“-Rufen von Matatufahrern und den vielen Stimmen
von den vielen Menschen überall, hörte ich Grillen, leise rauschende Blätter
und zwischendurch mal ein Mähen oder Muhen. Ich fühlte mich sofort total
entspannt und konnte es kaum fassen, dass ich mich an einem so ruhigen und
idyllischen Ort befinde.
Als wir gegen sieben Uhr mit dem Sonnenuntergang (ein sehr wichtiger
Zeitpunkt, da einem danach nur noch der Mond und die Sterne den Weg leuchten)
wieder in das Small Home zurückkehrten, wurde gemeinsam gekocht und gegessen und danach
ging es auch schon so gegen neun Uhr ins Bett.
Am nächsten Tag wurden wir von den Lauten der Kinder
aufgeweckt, die sich größtenteils selbstständig für die Schule fertigmachten.
Als alle Kinder weg waren herrschte erstmal Ruhe und nach einem ausgiebigen
Frühstück wuschen wir die Wäsche der Kinder und Lena und Jonas führten mit ein
paar Kindern mithilfe von Stäbchen, Legosteinen und anderem
Konstruktionsmaterial eine Fördereinheit für den Bereich Feinmotorik durch, die viel Spaß machte und sehr interessant war. Danach haben wir
unsere Beobachtungen aufgeschrieben und diskutiert und es wurden schonmal ein
paar Förderziele überlegt.
Nachmittags sind Lena, Svenja und ich dann mal wieder
spazieren gegangen (diesmal keine Wanderung). Nachdem uns zunächst ein paar
Kinder begleitet hatten, die wir auf dem Weg trafen und die sich anscheinend sehr über unsere Anwesenheit
amüsierten, suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen zum Ausspannen und gingen
am frühen Abend wieder ins Small Home, wo wir noch ein wenig mit den Kindern
spielten und aßen.
Superleckeres Frühstück: Avocado, Mango, Banane, Tomate, Butter, Salz, Pfeffer, Margarine, Chai mit Zimt, Bot und Reiswaffeln
Entspannung im Grünen
Am nächsten Tag ging es dann nach dem Frühstück tiefenentspannt
und erholt mit dem Pikipiki und anschließend Matatu zurück nach Nairobi, wo
nachmittags der Kiswahilikurs und am nächsten Tag die Kinder aus unserer eigenen
Einsatzsstelle in Huruma auf uns warteten.
Erinnerungsfoto am Schluss
(von links nach rechts: Lena, Svenja, ich, Jonas, kleines süßes Kätzchen ohne Namen)
... und anschließend mit dem Pikipiki nach Tala
Während der Rückfahrt im Matatu (kleiner Bus) sehen wir uns noch einmal die schöne weite Landschaft an, bevor wir Nairobi erreichen.
Hier im Hochland sieht der Himmel ziemlich nah aus.
Während der Fahrt bitte nicht mit dem Fahrer sprechen (oder so ähnlich... ;)
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